Montag, 11. April 2022, 19 Uhr
Referate und Gespräch zum Buch von Chaim Cohn: Der Prozess und Tod Jesu aus jüdischer Sicht
Eigentlich hätte Chaim Cohns Buch «Der Prozess und Tod Jesu aus jüdischer Sicht» ein weltweites Umdenken auslösen sollen. Warum ist es ausgeblieben? Ist es so schwierig, Fakten zur Kenntnis zu nehmen, die einen zwingen könnten, das eigene Geschichtsbild zu revidieren? Wie wichtig das Bemühen um Faktentreue ist, sollte uns ja gerade heute wieder schmerzlich bewusst sein. Die neuen Erkenntnisse, die Cohn ermöglicht, sind bereichernd und befreiend.
Der israelische Generalstaatsanwalt und Justizminister Chaim Cohn (1911–2002), Gastprofessor an der Universität von Jerusalem und Repräsentant Israels im UN-Menschenrechtsrat, geht in der akribisch genauen Weise des Juristen auf jedes Detail, jedes Gegenargument im Prozess um Jesus ein und zieht frappierende Schlüsse. Das Thema hat ihn während 50 Jahren begleitet. Sein Buch gilt im angelsächsischen Raum als Standardwerk.
Mit dabei
Christian Wiese, Professor für Religionswissenschaft, und Hannah Liron, Lehrbeauftragte für Hebräische Sprache und Literatur, haben das Werk ins Deutsche übersetzt. Sie fassen die wichtigsten Aussagen in ihren Referaten zusammen.
Leitung: Irene Gysel
Ort: St. Anna-Kapelle, St. Annagasse 11, 8001 Zürich