Donnerstag, 5. März 2020, 19 Uhr
Wenn in Mosambik ein ganzes Dorf an den Folgen von Pestiziden erkrankt – kann ein Schweizer Konzern dafür verantwortlich gemacht werden?
2011 wurde der Bundesrat durch die Petition «Recht ohne Grenzen» dazu angehalten, «dafür zu sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und die Umwelt weltweit respektieren müssen.» Die umstrittene Konzertverantwortungsinitiative (KOVI) möchte dies nun gesetzlich verankern.
Unabhängig vom tagespolitischen Kontext stellt sich hier auch eine grundsätzliche Herausforderung: Wie weit reicht die Verantwortung für die Folgen unseres Handelns? Unterscheiden sich Individuen und Konzerne in ihrer Verantwortung? Und wie verhält sich eine Unternehmens- zu einer christlichen Ethik: Wer ist unser Nächster – und wer darf das entscheiden?
Mit dabei
Dietrich Pestalozzi, Unternehmer, Befürworter der Initiative
Markus Huppenbauer, Ethikprofessor an der Universität Zürich, der die Initiative ablehnt
Sophia Ding, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Applied Economics: Innovation and Internationalisation an der ETH Zürich
Leitung: Friederike Rass
Ort: St. Anna-Kapelle, St. Annagasse 11, 8001 Zürich